Flüssigkeits-SC
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Der russische Botaniker Michael Tswett entdeckte 1903 das Prinzip der Säulenchromatographie (SC), als er einen Extrakt von Blattfarbstoffen durch ein mit Calciumcarbonat-Pulver gefülltes Glasrohr filtrierte und dann immer wieder das verwendete Lösungsmittel nachgoss. Er beobachtete verschieden gefärbte Zonen, die unterschiedlich langsam durch die Säule wanderten. Von solchen primitiven Vesuchsaufbauten ist man heute weit entfernt, eine ganze Industrie lebt davon, optimierte Ausrüstungen für die Chromatographie zu entwickeln und verkaufen.

Die Auflösung einer Trennsäule hängt ganz entscheidend von der Korngröße der Füllung ab. Je feiner die Körner, desto niedriger sind die theoretischen Böden und desto bessere Ergebnisse werden erzielt. Weil gleichzeitig aber auch der Strömungswiderstand steigt, muss ein erheblicher technischer Aufwand getrieben werden, um solche Analysen noch in akzeptabler Zeit durchführen zu können. Das ganze Verfahren wird dann als HPLC bezeichnet (high performance liquid chromatography). Im einzelnen werden dazu benötigt:

  1. spezielle mobile Phasen,
  2. Hochdruck-Pumpen,
  3. besondere Ventile zur Probenaufgabe,
  4. die eigentliche Trennsäule und
  5. ein geeigneter Detektor  
  6. mit daran angeschlossenem Integrator.

Schließlich müssen die Ausdrucke des Integrators richtig ausgewertet werden.

mobile Phasen