Pumpen
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Vor Beginn der Arbeit ist es sinnvoll, den Vorrat an mobiler Phase zu überprüfen und ggf. zu ergänzen. Aus den Vorratsflaschen gelangt die mobile Phase durch einen Ansaugfilter  und dünne Schläuche zur eigentlichen Pumpe. 

Die feinkörnigen (bis herab zu einige µm Korngröße) stationären Phasen bilden in der Trennsäule einen großen Strömungswiderstand. Das erfordert sehr hohe Drücke (bis zum 400-fachen des normalen Luftdrucks) um auf die erforderlichen Förderraten von etwa 1 ml je Minute zu kommen. Sie werden z.B. mit einer Kolbenpumpe erzielt. Ein Kolben aus Saphir (Härte!) bewegt sind in einem Zylinder periodisch vor und zurück. Durch das Ansaugventil gelangt die Flüssigkeit in den Kolben, durch das Auslassventil verlässt sie ihn wieder. Die Ventile verhindern einen entgegengesetzten Flüssigkeitstransport. Der Kolben kann elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch angetrieben werden.

 

Die Pumpe hat normalerweise einen Drucksensor auf der Hochdruckseite eingebaut, der in folgenden Situationen den Flüssigkeitstransport abschalten kann:
  • Eine Unterschreitung des minimalen Drucks deutet auf ein Leck vor der Säule hin.
  • Eine Verstopfung der Säule o.ä. führt zur Überschreitung des maximalen Drucks und könnte sonst teuere Schäden nach sich ziehen.

Die Grenzwerte können an der Pumpe eingestellt werden.

Neben den Grundeinstellungen von Förderrate und Drucklimits können bei einer Gradientenpumpe mehrere Vorratsflaschen mit unterschiedlichen Flüssigkeiten angesteuert werden. Solchen Pumpen sind in der Regel programmierbar und können im Verlauf der Trennung die Zusammensetzung der mobilen Phase kontinuierlich ändern. Dazu wird in der Regel die gewünschte Zusammensetzung der mobilen Phase an bestimmten Zeitpunkten eingegeben - bei einigen Pumpen kann man auch die Art des Übergangs wählen.

Kolbenpumpen haben aber den Nachteil, dass sie keinen konstanten, sondern einen pulsierenden Druck liefern. Die Säulenpackung wird dadurch regelrecht festgeklopft und so weit verdichtet, dass ein Durchfluss verhindert werden kann. Um das zu verhindern, wird nach der Pumpe ein Pulsdämpfer eingebaut, z.B. ein federndes, schraubenförmig aufgewickeltes Metallröhrchen.
Die hohen Drücke erfordern einigen Aufwand, um Lecks zu vermeiden. Als "Schläuche" verwendet man auf der Hochdruckseite enge Metallrohre von 1 bis 2 mm Durchmesser. Ggf. kann eine innere Beschichtung der Metallrohre Reaktionen zwischen Probe bzw. mobiler Phase und dem Metall verhindern. Die Anschlüsse erfordern spezielle hochgenaue Dichtungen. Alle beweglichen Teile müssen mit höchster Präzision gefertigt und montiert sein. Um Undichtigkeiten durch Verschleiß zu vermeiden werden dabei oft Keramiken oder andere harte Materialien eingesetzt.
Für die Niederdruck-Flüssigkeits-SC werden geringere Anforderungen an die Pumpe und die Verbindungen gestellt. Bei der Membranpumpe ersetzt eine periodisch bewegte Membran den Kolben als Abschluss des Pumpenraums. Eine peristaltische Pumpe (Bild) pumpt die Flüssigkeit direkt im Schlauch: Ein Rad mit Rollen grenzt einzelne Schlauchabschnitte gegeneinander ab und drückt ihren Inhalt in Pumprichtung voran. Wenn das zu fördernde Gesamtvolumen nicht zu groß ist, kann auch eine ausreichend große, elektrisch angetriebene Spritze als Pumpe dienen.

Probenaufgabe