Die Proben werden mit Kapillarpipetten aufgetragen. Das sind
dünne Glasröhrchen, die in die Probenlösung eingetaucht werden. Durch die
Kapillarwirkung saugt sich die Flüssigkeit in die Kapillare. Dann wird
die Pipette vorsichtig - ohne die
Schicht zu verletzen - auf die Platte gesetzt. Jetzt ist die Kapillarität der
Schicht dafür verantwortlich, dass die Flüssigkeit von der Schicht aufgesaugt
wird. Vor der Entwicklung der Platte müssen die aufgetragenen Flecken unbedingt
trocknen, sonst stört das Lösungsmittel der Probe die Trennung.
Üblicherweise werden zwischen 1 und 20 µl aufgetragen. Je kleiner die
Probenflecken, desto schärfere Trennungen erhält man später. Die
empfindlichsten Verfahren auf Nanoplatten kommen sogar mit 0,01 µl
aus. |