Probenaufgabe LC
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Der hohe Druck am Säulenanfang erfordert besondere Vorkehrungen, damit an der Stelle der Probenaufgabe nicht die mobile Phase austritt, anstatt durch die Säule zu fließen: das Sechswegeventil. Die Probe selbst wird dann mittels einer Mikroliterspritze in das Sechswegeventil gespritzt. Der ganze Vorgang kann für Reihenuntersuchungen mit einem Autosampler automatisiert werden.

Sechswegeventil

Von den sechs Anschlüssen eines Sechswegeventils sind in den beiden Positionen des Rotors jeweils zwei benachbarte Anschlüsse miteinander verbunden. In der Position LOAD kann die Dosierschleife mit der Mikroliterspritze gefüllt werden, ein Überschuss fließt über ab. Gleichzeitig ist die Pumpe mit der Säule direkt verbunden. Dreht man nun den Rotor in die Position INJECT, so wird die Dosierschleife zwischen Pumpe und Säule geschaltet. Ihr Inhalt bestimmt also das Probenvolumen, das untersucht wird.
[ GIF-Animation: Sechswege-Ventil ]

Mikroliterspritze

 

Die benötigten Volumina in der Größenordnung von 20 µl werden am besten mit Mikroliterspritzen gehandhabt. Sie sind ähnlich wie die medizinischen Spritzen aus Zylinder, Kolben und Nadel aufgebaut, nur mit sehr viel kleineren Durchmessern. Es sind verschiedenen Nadelformen im Einsatz:
  • Stumpfe Nadeln für die HPLC, wenn keine Septen durchstoßen werden müssen
  • schräg angeschliffene Nadeln für die GC, bei der man durch Septen injizieren muss,
  • konisch angeschliffene Nadeln für Autosampler schonen die Septen
  • verstärkte Nadeln, wenn die Gefahr des Umknickens der Nadel besteht
  • Nadeln mit runder, geschlossener Spitze und seitlichem Auslaß ...

Für die GC, bei der Volumina bis herab zu 0,1 µl eingespritzt werden müssen, ist die Nadel der Kolben und ein dünner Draht in der Nadel der Zylinder. Um empfindliche Spritzen zu schützen und immer das gleiche Volumen einzuspritzen gibt es spezielle Spritzenhalter.

Handhabung

  1. Das Sechswegeventil zügig auf LOAD stellen - dreht man das Ventil zu langsam, wird die Säule blockiert und der Überdrucksensor schaltet die Pumpe ab.
  2. Die Spritze mit der Probe gründlich durchspülen.
  3. Die Probe ohne Luftblasen aufziehen - eine hartnäckig bleibende Luftblase ggf. nicht mit einspritzen. Das Volumen sollte deutlich mehr als die Dosierschleife sein.
  4. Die Spritze einführen und die Probe einspritzen.
  5. Das Sechswegeventil zügig auf INJECT stellen (s. 1.). Bei manchen wird dabei automatisch der Integrator gestartet, bei anderen muss man das gleichzeitig von Hand erledigen.

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