Für die Auswertung muss man die Komponenten der Probe auf der Platte
lokalisieren.
- Im einfachsten Fall machen sie sich durch ihre Eigenfärbung
bemerkbar.
- Farblosen Substanzen können manchmal fluoreszieren,
man legt die Platte also unter eine UV-Lampe mit passender Wellenlänge (254
nm oder 366 nm).
- Andere farblose Substanzen können zwar nicht selbst fluoreszieren,
absorbieren aber das UV-Licht. Ist die Schicht dann mit einem Fluoreszenzindikator
versehen, so stellt man unter der UV-Lampe eine Fluoreszenzlöschung
fest.
- Kommt man mit diesen zerstörungsfreien Tests nicht weiter, so muss man zu
Färbereagenzien greifen. Aus dem großen Katalog der möglichen
Reagenzien seien hier nur einige genannt:
- Iod-Dämpfe als universelles Färbemittel, wird von vielen
Substanzen absorbiert (braune Flecken)
- Kaliumpermanganat/Schwefelsäure, ebenfalls universell
einsetzbar, die Substanzen reduzieren das rosa Permangant zu farblosen
Stoffen
- Antimonchlorid erzeugt oft fluoreszierende oder gefärbte
Produkte
- Dragendorff-Reagenz (Bismutnitrat/Weinsäure/Kaliumiodid)
färbt Alkaloide an
- Eisen(III)chlorid färbt Phenole grün-blau
- Ninhydrin bildet mit Aminen, Aminosäuren und Peptide rötliche
Flecken
Meist werden diese Reagenzien als Lösungen verwendet, mit denen die
getrockneten Platten besprüht werden, gelegentlich werden sie auch
ganz eingetaucht. Für beide Techniken gibt es passende Geräte. Zur
Ausbildung der Färbung ist oft noch eine anschließende Wärmebehandlung
nötig.
- Wenn man an genaueren Informationen über eine der getrennten
Komponenten interessiert ist, kann man den betreffenden Fleck ausschneiden,
die Substanz wieder auflösen und dann weiter untersuchen. Sehr elegant -
aber auch aufwendig - sind massenspektroskopische Methoden, mit denen man
direkt von der Trennplatte die Probe verdampft, zersetzt und dann die Masse
der verschiedenen entstehenden Fragmente untersucht. Aus dem
Massenspektrum kann man oft wertvolle Hinweise auf die Struktur der Substanz
ableiten.

Sind die einzelnen Komponenten lokalisiert, geht es weiter mit der Auswertung
der Chromatogramme.
Fehlerquellen bei der DC
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