Fehlerquellen GC
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Unbefriedigende Ergebnisse bei der GC können verschiedene Ursachen haben, die man nach der Häufigkeit einteilen kann: Zuerst kommen  Bedienungsfehler, dann untaugliche Proben und schließlich  eine falsche, schlechte oder defekte Säule sowie Gerätefehler. Einige häufige Ursachen werden hier – nach Symptomen sortiert – genannt.

[Peaks] [Grundlinie] [Retentionszeiten] [Reproduzierbarkeit] [weitergehende Fehlersuche]

Peaks

keine Peaks 

  • Kein Trägergasstrom
  • Detektor ausgeschaltet, FID brennt nicht
  • falsche Einstellungen
  • in falsche Säule injiziert, falscher Detektor eingestellt
  • Mikroliterspritze defekt
  • Septum undicht
  • Temperatur des Einspritzblocks zu niedrig
  • Integrator oder Elektronik defekt

zu wenige Peaks 

  • Probe zu verdünnt / zu wenig Probe eingespritzt
  • Leck an Sptum oder Säule
  • falsche Temperatureinstellungen
  • falsche Flussrate des Gases
  • Adsorption im Inlet Liner
  • falsche Säule

zu viele Peaks

  • doppelte Einspritzung
  • Verunreinigungen der Probe, des Lösungsmittels, des Probenbehälters
  • Peaks von voriger Analyse
  • Adsorption und verzögerte Desorption der Probe
  • Mikroliterspritze verschmutzt
  • Septum undicht
  • Reaktionen der Probe (Vorbereitung, Zersetzung auf der Säule)

zu kleine Peaks

  • schlechte Einspritztechnik
  • falsche Einstellungen
  • Mikroliterspritze defekt
  • Septum undicht
  • Einspritzblock zu kalt
  • Adsorption der Probe im Gerät

Tailing (steiler Anstieg, langsamer Abfall)

  • Säule oder Einspritzblock zu kalt
  • zwei nicht getrennt Peaks
  • Adsorption

Leading (langsamer Anstieg, steiler Abfall)

  • Säule überladen
  • zwei nicht getrennte Peaks
  • Probe kondensiert oder zersetzt sich

doppelte Peaks

  • Detektor massiv übersteuert
  • Probe verdampft vor der Injektion

verformte Peaks

  • Peakspitze falsch: Detektor übersteuert
  • Peakspitze falsch: falsche Einstellungen
  • Knicke am Peakfuß: Basislinie falsch eingestellt

breiter Lösungsmittelpeak

  • normal bei stark verdünnten Proben
  • schlechte Einspritztechnik
  • Totvolumen
  • Einspritzblock zu kalt
  • Reaktionen des Lösungsmittels mit Säule oder Detektor 

Grundlinie

nicht auf Null

  • ECD noch nicht betriebsbereit
  • zu geringer Gasfluss
  • Säulentemperatur zu hoch
  • Kontamination
  • Detektor defekt

Drift

  • bei hohen Temperaturen: Gasfluss temperaturabhängig
  • Leck
  • Kontamination
  • Säulenbluten
  • Detektor defekt

instabile Grundlinie, Rauschen

  • Kontamination von Säule, Einspritzblock oder Detektor
  • Leck
  • Detektor defekt
  • schlechte Temperaturkontrolle
  • schwankende Gasdrücke
  • Spikes: elektronische Probleme und Verunreinigungen

Retentionszeiten falsch

  • zu viel Probe eingespritzt
  • Säulentemperatur falsch
  • Gasfluss zu falsch eingestellt
  • Leck
  • Säule defekt

Reproduzierbarkeit

  • schlechte Einspritztechnik
  • Einspritzblock zu kalt
  • falsche einstellungen
  • Adsorption der Probe
  • schlechte Trennung der Peaks

weitergehende Fehlersuche

Für eine Fehlersuche bis in alle Details sollten eine Reihe von Hilfsmitteln zur Verfügung stehen: eine äquivalente Säule zum Austausch, eine neue Mikroliterspritze, Hilfen zur Lecksuche, Ersatzsepten und -dichtungen, Detektorreiniger, ein Thermometer, ein Gasfluss-Messgerät, ein Austauschintegrator und das Instrumenten-Handbuch. Mit einem geeigneten Plan kann man sich dann an die Arbeit machen ...

Literatur und Links