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Im einfachsten Fall wird die Platte - mit den getrockneten
Probenflecken nach unten - in ein Schraubdeckelglas gestellt,
dessen Boden mit etwas Fließmittel bedeckt ist. Es muss genug
Fließmittel sein, dass es während der Trennung nicht verschwindet,
aber auch nicht so viel, dass die Probenflecken in der Flüssigkeit
stehen. Das Fließmittel beginnt durch die Kapillarkraft in der
Beschichtung nach oben zu steigen und nimmt dabei die einzelnen
Komponenten der Probe unterschiedlich schnell mit. Man nimmt
die Platte aus dem Glas heraus, bevor die Fließmittelfront die
obere Kante der Platte erreicht und markiert sofort die
Fließmittelfront mit einem weichen Bleistift. Die Platte wird unter dem
Abzug oder im Wärmeschrank getrocknet.
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Etwas bequemer sind spezielle Glasgefäße für die
Dünnschichtchromatographie. Sie sind rechteckig oder zylindrisch geformt
und den üblichen Plattenformaten (20x20 bis 10x10 cm2)
angepasst. Der Deckel ist passend zum Gefäß geschliffen und schließt
deshalb schon beim Auslegen dicht. Besonders günstig ist die Doppeltrogkammer,
bei denen der Boden in zwei kleine Tröge unterteilt ist. Dadurch kann man
u.a. Fließmittel einsparen.
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| Eine schlechte Kammersättigung führt zu nicht reproduzierbaren
Ergebnissen. Wenn nämlich in einer großen Trennkammer
gearbeitet wird, ist die Luft darin nicht unbedingt mit
Fließmitteldämpfen gesättigt. Dann verdunstet das Fließmittels aus der
Trennschicht und es muss deshalb mehr Fließmittel durch die Schicht
wandern, um einen bestimmten Stand zu erreichen. Damit wandern auch die
Probenkomponenten weiter, insbesondere die mit kleinen Rf-Werten.
Die ersten Versuche, dieses Problem zu umgehen, bestanden darin, die
Innenwände der Trennkammer mit Filterpapier auszukleiden und so
für eine schnellere Sättigung zu sorgen. Entscheidende Fortschritte
brachte aber erst die radikale Reduzierung des verfügbaren Gasraumes,
z.B. durch die Sandwichkammer: In 1 mm Abstand war über der
Schicht eine Glasplatte angebracht.
In der Doppeltrogkammer kann man eine Seite für die Kammersättigung
benutzen und erst später die Trennung durch Zugabe von Fließmittel in
den zweiten Trog, in dem die vorbereitete Platte steht, starten. Diese
Technik kann man auch nutzen, um die Trennschicht mit den Dämpfen einer
anderen Flüssigkeit vorzukonditionieren.
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Durch eine horizontale Entwicklung kann man
zusätzlich den Einfluss der Schwerkraft auf die Bewegung der mobilen
Phase ausschalten. Das ist z.B. mit der H-Trennkammer möglich. Sie
besteht aus:
- einem Unterteil aus Teflon.
- einer Glasfritte (aufheben,
keine Einwegartikel!) und
- einer Abdeckplatte aus Glas
Die Glasfritte wird in eine entsprechende Vertiefung des Unterteils
eingesetzt und dann die vorbereitete 5x5 cm2 Platte (4) mit der
Schicht nach unten aufgelegt. Dabei sollen die aufgetragenen Probenflecken
bei der Glasfritte sein und die Platte am gegenüberliegenden Anschlag
anliegen.
Dann wird etwas Fließmittel in die Vertiefung vor der Glasfritte
pipettiert und der Glasdeckel aufgelegt - der Boden muss dabei ganz
bedeckt sein. Die Trennung wird dann später rechtzeitig abgebrochen (s.o.)
Trotz der kurzen Trennstrecke erhält man bei geringem
Chemikalienverbrauch mit speziellen HPTLC-Schichten gute Ergebnisse (high
perfomance thinlayer chromatography).
Nr. 5 ist die Auftragschablone, ganz rechts die zusammengesetzte
Kammer. |
| Ähnlich arbeitet die Horizontal-Entwicklungskammer
der Firma CAMAG. Das Fließmittel wird aber durch einen schmalen
Kapillarspalt zwischen Unterteil und einem Glasplättchen
zugeführt. Weiter besteht die Möglichkeit, mit eingelegter Glasplatte in
Sandwichtechnik zu arbeiten oder ohne diese ggf. mit Vorkonditionierung zu
arbeiten. Das Unterteil (1) wird mit den Stellschrauben genau horizontal
ausgerichtet. Dann wird die untere Glasplatte (2) eingelegt bzw. das
Vorkonditionierungsmittel eingefüllt. Die DC-Platte (3) wird - mit der Schicht
nach unten - aufgelegt, sie muss auf beiden Seiten genau neben den
Fließmittelvertiefungen liegen. In diese werden die schmale Glasstreifen
(4) eingestellt, so dass sie die Platte nicht berühren. Nach dem
Einfüllen des Fließmittels werden sie mit den breiten Glasstreifen (5)
an die Plattenkante geschoben: Das Fließmittel kommt in Kontakt mit der
Schicht und die Trennung beginnt. Vorher müssen aber noch die Teflonwinkel
(6) zur seitlichen Abdichtung eingesetzt werden. Das ganze wird mit einer Plastikhaube
(7) abgedeckt.
Man kann die Trennung wie üblich nur von einer Seite laufen lassen
oder von zwei gegenüberliegenden Seiten - hat dann aber nur die halbe
Strecke zur Verfügung.
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Manchmal kann eine Trennung dadurch verbessert werden,
dass sie nach dem Trocknen der Platte einfach (oder auch mehrfach)
wiederholt wird. Substanzen mit kleinen Rf-Werten werden dadurch etwas
auseinander gezogen, während Substanzen in der Nähe der
Fließmittelfront zusammen geschoben werden. Diese Mehrfachentwicklung
kann auch mit unterschiedlichen mobilen Phasen erfolgen. Es gibt
auch automatisierte Geräte für diese Technik (AMD = automated multiple
development), in denen 20, 30 oder mehr Trennläufe einprogrammiert
werden. Dabei kann von Lauf zu Lauf die Laufstrecke und die
Fleißmittelzusammensetzung variiert werden. |
| Gemische von sehr vielen Komponenten können mit
der zweidimensionalen DC getrennt werden. Die Probe wird dabei nur
in einer Ecke der Platte aufgetragen und dann zunächst wie bekannt
entwickelt. Für die zweite Entwicklung wird die Platte um 90° gedreht,
sie erfolgt also quer zur ersten Trennung. Dadurch können sich die
Komponenten einer Probe über die gesamte Platte verteilen statt nur auf einen
schmalen Streifen über der Startposition. Für die zweite Trennung muss
man ein anderes Fließmittel nehmen, sonst findet man die Komponenten alle
auf der Diagonalen (warum wohl?). |

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Nachbehandlung
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