Übersicht
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| Zuerst wurden in der Gaschromatographie gepackte
Säulen, ähnlich wie in der HPLC, verwendet. Inzwischen wurden sie
weitgehend von Kapillarsäulen abgelöst.
In beiden Säulentypen befinden sich speziell für die GC entwickelte stationäre
Phasen. Die "Löslichkeit" der Probenkomponenten ist durch
ihren jeweiligen Gleichgewichts-Dampfdruck gegeben, der stark von der
Temperatur abhängt. Statt der mobilen Phase variiert man bei der GC
deshalb die Temperatur der Trennsäule, die sich dazu in einem
thermostatisierten Säulenofen befindet. |
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| Die Säulen mit einem Innendurchmesser von 2 bis 4 mm sind
mit der stationären Phase gefüllt.
Diese Körner haben einen Durchmesser, der etwa 10% der Säule
ausmacht und sind porös. Adsorptionsphasen können direkt eingefüllt
werden, während die flüssigen Verteilungsphasen als Imprägnierung eines
von Kieselgur abgeleiteten Trägermaterials (Chromosorb) Verwendung
finden. Wegen des Strömungswiderstandes der Packung können diese
Säulen nur 1 bis 6 m lang sein. Die Wand der Trennsäulen besteht aus
Kupfer, Stahl, Glas oder Quarzglas. |

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Mit Innendurchmessern von 0,05 bis 0,53 mm (typisch: 0,32
mm) sind die Diffusionswege zur Wand so kurz, dass auf eine durchgehende
Füllung der Kapillarsäulen verzichtet werden kann. Die stationäre Phase
bildet nur einen dünnen Film (z.B. 0,25 µm) oder eine Beschichtung auf
der Wand. Eine größere Adsorptionsfläche erreicht man mit porösen
Beschichtungen. Der Strömungswiderstand ist geringer als bei den
gepackten Säulen, so können wesentlich längere Säulen zum Einsatz
kommen (bis 100 m). Bei vergleichbarer Trennstufenhöhe
erreicht man dadurch erheblich bessere Trennungen. Allgemein wird die
Trennung verbessert durch längere Säulen, engere Kapillaren und dünnere
Filme, wobei man aber Nachteile hinsichtlich der Säulenkapazität und der
Trennungsdauer hinnehmen muss.
Neben neuerdings wieder eingeführten Edelstahlsäulen verwendet man in
der Regel Kapillaren aus "fused silica", einem synthetischen
hochreinen Quarzglas, das zum mechanischen Schutz mit einem
gelblich-braunen Polyimid-Überzug versehen ist.
Wide bore Säulen nehmen hinsichtlich der Abmessungen und der
Trennleistung eine Zwischenstellung zwischen gepackten und
Kapillar-Säulen ein. Mit ihnen können alte Geräte für gepackte Säulen
aufgerüstet werden. |
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| Lange Zeit wurden unsystematisch die
verschiedensten Materialien in der GC mehr oder weniger erfolgreich
eingesetzt. Als unpolares Standardmaterial hat sich Squalan
bewährt, ein Kohlenwasserstoff, der aus Haifischlebertran gewonnen wurde.
Heute ist etwas Systematik eingekehrt, viele Hersteller verwenden
einheitliche Bezeichnungen für die Säulenmaterialien, obwohl sie aus
verständlichen Gründen nicht alle Einzelheiten der Zusammensetzung und
Herstellung der Phasen verraten.
Viele Phasen für die Verteilungschromatographie
leiten sich von den Polysiloxanen her, das sind Polymere mit
prinzipiell folgendem Aufbau:

Die Reste R sind organische Gruppen, sie bestimmen die
chromatographischen Eigenschaften der Phase. Es kommen zum Einsatz:
- Methylgruppen (-CH3, unpolar)
- Phenylgruppen (-C6H5, etwas polar)
- Cyanopropyl-Gruppen (-(CH2)3-CN, stark polar)
Die Tabelle gibt eine Übersicht gängiger Phasen

Bei der Herstellung kommen noch weitere Aspekte zur
chemischen Struktur dazu, die die Säulen oft für einen bestimmten
Einsatz optimieren:
- Der Polymerisationsgrad, d.h. die Kettenlänge der
Moleküle,
- der Vernetzungsgrad hat Einfluss auf die Stabilität
der Phase,
- weitere Zusätze,
- die Reinheit der verwendeten Chemikalien,
- die Art der Aufbringung in der Säule (meist als
Lösung),
- eine Stabilisierungsbehandlung, bei der chemische
Bindungen zwischen Wand und Film entstehen,
- spezielle Reinigungsprozeduren vor der Auslieferung
Wichtige Phasen sind noch die polaren Carbowachse, das sind
Polyethylenglykole mit dem chemischen Aufbau

Für spezielle Zwecke gibt es besondere Phasen
wie z.B.
- Poly(Trifluoropropyl-Methyl-Siloxan) für Substanzen
mit freien Elektronenpaaren,
- Poly-Carboran-Siloxan mit besonders hoher maximaler
Einsatztemperatur (460 °C) und
- permethylierte Cyclodextrine in Poly(dimethylsiloxan)
eingebettet zur Trennung von Enantiomeren.
Feste Adsorbenzien werden hauptsächlich zur
Trennung von Gasen und leicht flüchtigen Substanzen eingesetzt, z.B.
- Aluminiumoxid
- Molekularsiebe
- Polyvinylbenzol u.a. Polymere
- graphitierter Ruß (zur Trennung der Blutalkohole)
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| Die Säulentemperatur spielt bei der GC eine ungleich
wichtigere Rolle als bei den flüssigkeitschromatographischen Verfahren.
Was man dort mit unterschiedlichen mobilen Phasen erreichen kann ist in
der GC nur mit der Temperatursteuerung möglich.
Aus diesem Grund befindet sich die Säule in einem thermostatisierten Ofen.
Die Heizung erfolgt elektrisch, ein Ventilator sorgt durch eine
gleichmäßige Temperaturverteilung.
Bei einer isothermen Trennung arbeitet man bei konstanter
Temperatur, man kann aber auch, ähnlich der Gradientenmethode
bei der HPLC, mit einem ansteigenden Temperaturprogramm arbeiten.
Auch Einspritzblock und Detektor sind beheizt, meist etwas höher als die
Säule.
Alle Gas-Verbindungen müssen unbedingt dicht sein, sonst geht
unkontrolliert Gas (und damit analytische Information) verloren. Für den
Einsatz bei wechselnden, hohen Temperaturen gibt es spezielle Dichtungen (Ferrules)
aus Graphit. |

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Detektoren für die GC
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