|
|
PolaritätDie wichtigste Eigenschaft der mobilen Phase ist ihre Polarität, die etwa als Dielektrizitätszahl gemessen werden kann. Polare Substanzen lösen sich gut in polaren Fließmitteln, unpolare dagegen gut in unpolaren Flüssigkeiten. In der Praxis hat sich die eluotrope Reihe bewährt, in der die Fließmittel nach steigender Polarität angeordnet sind:
pH-WertFür saure oder basische Substanzen ist der Säuregrad der mobilen Phase wichtig: saure Substanzen lösen sich oft in basischen Fließmitteln und basische Stoffe umgekehrt gut in Säuren. Wenn man auf spezielle Puffer verzichten will, kann man durch Zusatz von Essigsäure oder Salzsäure den pH-Wert senken oder mit Hilfe von Ammoniak oder Aminen anheben. IonenstärkeDie Ionenstärke gibt die effektive Konzentration der elektrischen Ladungen in der Lösung an, hängt also von der Elektrolytkonzentration ab. Bei hoher Ionenstärke sinkt die Löslichkeit weniger polarer Substanzen. Probenkomponenten, die selber dissoziieren, gehen mit den im Fließmittel vorhandenen Ionen neue Gleichgewichte ein - das kann auch zur Bildung von (ungeladenen) Ionenpaaren führen, die sich dann wie neutrale Moleküle verhalten. Spezifische WechselwirkungenDie oben angesprochenen Einflussgrößen beschreiben die Wechselwirkung zwischen Probenkomponenten und Fließmittel recht pauschal. Im Einzelfall spielen auch die Wechselwirkungen auf molekularer Ebene eine wichtige Rolle, wie etwa:
MischungenBesonders interessant ist das Verhalten von Mischungen als Fließmittel. Die Trenn-Eigenschaften liegen meist zwischen denen der Bestandteile der Mischungen und können über die Zusammensetzung stufenlos gesteuert werden. Oft beobachtet man dabei aber keinen linearen Zusammenhang, sondern geringe Zusätze einer Komponente zu Fließmittel können schon große Effekte haben. |