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Am Säulenausgang wird mit dem Detektor eine physikalische Eigenschaft der austretenden Lösung gemessen, die sich ändert, wenn darin Probenkomponenten enthalten sind. Der Detektor muss als passend zur untersuchten Probe ausgewählt und eingestellt werden. Die Nachweisgrenze liegt typischerweise bei 1 ng/ml. In der Regel muss man Empfindlichkeit und Messbereich der vorliegenden Aufgabe anpassen. UV/Vis-DetektorIn einer kleinen Durchflussküvette wird die Extinktion der Lösung mit monochromatischem Licht gemessen. Um nicht nur gefärbte Verbindungen erfassen zu können, wurde der Messbereich bis ins Ultraviolette ausgedehnt, wo viele organische Substanzen mit Doppelbindungen die Strahlung absorbieren. Die wichtigste Einstellung am Detektor ist die verwendete Wellenlänge, die ein Kompromiss für die Substanzen sein muss, die man bestimmen will - andere Substanzen bleiben u.U. unentdeckt. Als Lichtquelle dient normalerweise eine Deuteriumlampe mit einem Prismen- oder Gittermonochromator. Diodenarray-DetektorDieser Detektor misst die selben Eigenschaften wie der UV/Vis-Detektor - mit einem wesentlichen Unterschied: Aus dem Spektrum wird nicht eine Wellenlänge ausgewählt und gemessen, sondern der Lichtdetektor besteht aus einer ganzen Reihe (Diodenarray) einzelner lichtempfindlicher Bauteile. So kann man simultan das gesamte Spektrum der Substanz in der Küvette erfassen. Aufgezeichnet wird statt einer Linie eine ganze Fläche von Werten. Schnitte in den beiden horizontalen Ebenen entsprechen dem üblichen Chromatogramm (bei konstanter Wellenlänge) bzw. einem üblichen Spektrum (bei konstanter Retentionszeit). Dadurch kann nachträglich für jede Substanz die optimale Wellenlänge herangezogen werden. Fluoreszenz-DetektorDie Fluoreszenz kann auch in der HPLC zum quantitativen Nachweis genutzt werden. Im Unterschied zu den beiden bisher besprochenen Detektoren wird nicht in Transmission gearbeitet, sondern das Fluoreszenzlicht wird im rechten Winkel zum eingestrahlten UV-Licht gemessen. Eingestellt werden müssen die Wellenlänge des Anregungslichtes (UV) und die des Fluoreszenzlichtes (meist im sichtbaren Bereich). Nicht viele Substanzen fluoreszieren, dann aber hat man einen empfindlichen Detektor zur Verfügung. DifferentialrefraktometerAls letzter optischer Detektor soll das Differentialrefraktometer besprochen werden. Bestimmt wird der Brechzahl-Unterschied zwischen der reinen mobilen Phase, bevor sie auf die Säule strömt und danach. So erfasst man nur die Unterschiede, die durch gelöste Stoffe verursacht sind, und man wird unabhängig von einer sich ändernden Raumtemperatur, die die Brechzahl deutlich beeinflusst. Mit diesem Detektor kann man nahezu alle Substanzen bestimmen, allerdings ist er etwas unempfindlicher als die anderen. LeitfähigkeitsdetektorDie elektrische Leitfähigkeit ändert sich empfindlich mit dem Gehalt an Elektrolyten in einer Lösung. So ist dieser Detektor das Gerät der Wahl für viele (nicht alle) ionenchromatographische Trennungen. Um elektrolytische Zersetzungen zu vermeiden arbeiten diese Geräte meist mit Wechselstrom. amperometrischer DetektorMan kann aber auch gezielt die Elektrolyse anstreben. In der Amperometrie werden Substanzen, die man elektrolytisch reduzieren oder oxidieren kann, erfasst. Voraussetzung ist eine elektrolytische Leitfähigkeit der mobilen Phase. ReaktionsdetektorDieser Detektor ist streng genommen gar kein eigenständiger Detektor, sondern wird einem solchen nur vorgeschaltet. Wenn die Substanzen mit einem bestimmten System gut zu trennen, aber schlecht nachzuweisen sind, kann man einen ähnlichen Weg wie in der Dünnschichtchromatographie beschreiten, indem man die Substanzen nach der Trennung chemisch reagieren lässt. Die Reaktionspartner werden schon in die mobile Phase gemischt, die Reaktion selbst wird aber erst durch Licht ausgelöst. Um eine ausreichend intensive Bestrahlung zu erreichen hat man aus einem dünnen Plastikschlauch einen Strumpf gestrickt und den über eine Lampe gezogen - so haben die Substanzen ausreichend Zeit zu reagieren, werden aber nicht nachträglich wieder gemischt. MassenspektrometerDies ist der aufwendigste Detektor, der sich zudem nur für flüchtige Substanzen eignet. Er bietet aber vergleichbar dem Diodenarraydetektor den Vorteil, dass zu jedem Zeitpunkt ein ganzes Spektrum von Eigenschaften zur Verfügung steht, die zudem recht einfach interpretiert werden können. Die Substanz wird nämlich verdampft und dabei in Molekül-Bruchstücke zerlegt. Diese werden - in Abhängigkeit von ihrer Masse - registriert. |