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Zur Auswertung werden Probenchromatogramm und Standardchromatogramme verglichen. Voraussetzung dafür sind identische Trennbedingungen:
Weiter müssen die Konzentrationen im Arbeitsbereich des Detektors liegen: Zu kleine Konzentrationen liefern kein Signal. Bei zu hohen Konzentrationen kann die Proportionalität zwischen Signal und Konzentration nicht mehr gegeben sein, dann erhält man falsche Ergebnisse. Qualitative AnalyseDie Retentionszeit tR liefert eine Information über die Art der Substanz. Sie wird gemessen vom Start der Trennung bis zum Erreichen des maximalen Detektorsignals der entsprechenden Substanz. Im Chromatogramm kann man sie als Länge vom Startpunkt bis zum Peak-Maximum ablesen, meistens werden sie auch direkt mit dem Peak vom Integrator ausgedruckt.
Je nachdem, wie gut sich die Versuchsbedingungen konstant halten lassen, werden sich die Retentionszeiten aufeinander folgender Läufe geringfügig unterscheiden. Durch wiederholte Trennung des selben Gemisches kann man einen Eindruck von der Variation der Retentionszeiten erhalten. Sicherer wird die Identifikation - besonders bei komplexen Gemischen mit vielen Komponenten - durch das Anreicherungsverfahren. Dazu wird einem Teil der Probe etwas der gesuchten Substanz zu gesetzt. Deren Peak gibt sich dadurch zu erkennen, dass er nach dem Zusatz größer wird. Die Menge des Zusatzes sollte so bemessen sein, dass eine deutliche Vergrößerung erzielt wird, ohne dass diese Substanz danach nur noch einen riesigen Peak liefert, der alles übrige zudeckt (1. Anreicherung: zu wenig, 2. Anreicherung: in Ordnung, 3. Anreicherung zu viel):
Quantitative AnalyseEine Aussage über die Menge der Substanz liegt in der Größe des Peaks, die auf folgende Weise ermittelt werden kann:
Die letzte Möglichkeit ist die genaueste und in der Regel vor zu ziehen. Die Fläche kann durch Auszählen auf mm-Papier, durch Ausschneiden und wiegen oder mit einem Planimeter bestimmt werden. Normalerweise braucht man sich aber nicht darum zu kümmern, da der Integrator bei der Aufzeichnung des Chromatogramms die Peakflächen ermittelt und am Ende des Ausdrucks in einer Tabelle ausgibt - meist als absolute Flächen (in einer willkürlichen Einheit) und als %-Anteile an der summierten Gesamt-Peakfläche..
Wenn man sich mit einer Methode vertraut macht, ist es eine gute Idee, das gleiche Material mehrfach zu trennen. Man erhält so einen Eindruck von der Streuung der Ergebnisse und kann durch Bildung von Mittelwerten eines Peaks aus mehreren Chromatogrammen genauere Werte erhalten - für die spätere Routine läuft das allerdings auf unnötigen Verbrauch von Resourcen (Personal, Geräte, Chemikalien, Zeit) hinaus. |