DC-Auswertung
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Qualitative Auswertung

1. Am einfachsten kann eine Substanz identifiziert werden, wenn die in Frage kommenden Standards auf der selben Platte aufgetragen werden. Probe und Standards werden dadurch unter exakt gleichen Bedingungen entwickelt. Wenn Probenfleck und der Fleck eines Standards sich in folgende Eigenschaften entsprechen, können die beiden Substanzen identisch sein:

  • gleiche Wanderungsstrecke (Mittelpunkt der Flecken)
  • gleiche Farbe (u.U. wegen unterschiedlicher Menge in verschiedener Intensität)
  • gleiches Verhalten gegenüber UV-Licht (Fluoreszenzfarbe bzw. Fluoreszenzlöschung)
  • ggf. entsprechendes Verhalten beim Besprühen mit Nachweisreagenzien.

Die Größe der Flecken ist dabei nicht entscheidend, sie hängt auch von der Konzentration der betreffenden Substanz in Probe bzw. Standard ab.

2. Nicht immer hat man die Möglichkeit, Standards zusammen mit der Probe zu untersuchen - wenn beispielsweise diese Standards nicht vorliegen und deren Daten nur in der Literatur zu finden sind  oder wenn eine zweidimensionale Entwicklung notwendig ist, um ein komplexes Gemisch aufzutrennen. In solch einer Situation muss auf exakt gleiche Trennbedingungen geachtet werden, wie die selben mobilen und stationären Phasen sowie eine vergleichbare Entwicklungstechnik (Kammersättigung). Trotzdem wird es in der Regel nicht gelingen, auch die Laufstrecke gleich zu halten. Dann wird für jede Substanz der Retentionsfaktor (Rf-Wert) berechnet:

Unmittelbar nach der Trennung markiert man mit einem weichen Bleistift die Front der mobilen Phase auf der Platte. Die Startpunkte können ebenso gekennzeichnet werden (mit Hilfe der Auftragschablone) und auch - falls nötig - die Substanzflecken auf der Platte. Letztere sollen aber so vorsichtig markiert werden, dass sie noch gut zu erkennen sind.

Nach dem Trocknen misst man mit einem Lineal die Entfernung vom Startpunkt zur Mitte des betreffenden Flecks aus und die Entfernung vom Startpunkt zur Lösungsmittelfront. Diese beiden Längen ergeben als Quotient den Rf-Wert bzw. mit 100 multipliziert den hRf-Wert:

Unter den folgenden Bedingungen können zwei Substanzen identisch sein:

  • Entwicklung auf der gleichen Platte mit dem gleichen Fließmittel
  • vergleichbare Entwicklungstechnik (u.a. Kammersättigung)
  • im Rahmen der Messgenauigkeit (Lineal) gleiche Rf-Werte
  • gleiche Farbe (u.U. wegen unterschiedlicher Menge in verschiedener Intensität)
  • gleiches Verhalten gegenüber UV-Licht (Fluoreszenzfarbe bzw. Fluoreszenzlöschung)
  • ggf. entsprechendes Verhalten beim Besprühen mit Nachweisreagenzien.

Quantitative Auswertung

Eine halbquantitative Aussage kann man an Hand der Farbintensität und der Fleckgröße treffen (etwa soviel wie im Standard, deutlich weniger o.ä.). Auf eine weiter gehende quantitative Auswertung wird in der Planarchromatographie oft verzichtet.

Mit entsprechendem Aufwand sind aber auch exakte Konzentrationsbestimmungen oder andere Untersuchungen möglich:

  • Der Fleck kann isoliert werden: Auf Glasplatten wird man den entsprechenden Bereich der Beschichtung abschaben, sonst kann man den Fleck einfach ausschneiden. Das erhaltene Material wird dann mit einem passenden Lösungsmittel extrahiert - in der erhaltenen Lösung kann dann ein quantitativer Nachweis (z.B. photometrisch) erfolgen.
  • Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung eines ortsauflösenden Reflektions-Photometers (s.u.) oder -Fluorometers. Solche Geräte kann man mit einem kalibrierten Scanner vergleichen: Eine Lichtquelle strahlt monochromatisches Licht auf die Schicht und dann wird Punkt für Punkt die Intensität des reflektierten Lichts (bzw. des Fluoreszenzlichtes) ermittelt. Verwendet man dazu die Komplementärfarbe des Flecks, so erhält man auf dem Fleck eine geringere Reflektion, die in geeigneter Weise aufsummiert wird und dann ein Maß für die Konzentration der entsprechenden Substanz darstellt.

SC-Auswertung